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6 Fragen an Paul Kuhn zum Konzert Swing Legenden am 04.03.02

Neue Flora

Paul KuhnSWINGING HAMBURG: Lieber Paul Kuhn, vor gar nicht allzu langer Zeit sprach man noch vom Big-Band-Sterben. Glauben Sie, dass sie noch eine Chance haben?

Paul Kuhn: Wenn man das hört und darüber nachdenkt, sieht es so aus, als hätten sie keine Chance. Andererseits finden sich viele freie Bands zusammen. Wie Peter Herbolzheimer erzählte, gibt es 5.000 Amateurbands in Deutschland. Keine Rockbands, sondern Leute, die sich für Jazz und Swing interessieren.

SWINGING HAMBURG: Jazz- und Swingkonzerte werden in vielen Städten veranstaltet. Nicht nur die ältere Generation ist bei diesen Konzerten vertreten, sondern auch viele junge Menschen. Glauben Sie, dass man mit Jazz und Swing die Jugend begeistern kann?

SWINGING HAMBURG: Ja, ich habe das mit dem Trio, mit dem ich auf Tour bin, festgestellt. Ich merke, dass sich immer mehr ein jüngeres Publikum dafür interessiert. Als ich vor sechs Jahren mit dem Trio angefangen habe, waren es nur Leute in meinem Alter und etwas jünger, sagen wir mal von 45 bis Ende. Heute kommen immer mehr junge Leute, zwar langsam, aber sie kommen. Das ist besonders bei den Jazz-Pops, die wir veranstalten, zu spüren.

SWINGING HAMBURG: Big-Bands mit hochkarätigen Musikern sind sehr kostspielig. Aber ist es nicht die Pflicht der öffentlich-rechtlichen Anstalten, diese zu erhalten und zu fördern?

Paul Kuhn: Ich finde schon. Inzwischen gibt es in Deutschland so etwas wie eine Big-Band Tradition. Wenn man etwa 50 Jahre zurückblickt, kann man im guten Sinne von Klassik sprechen, Klassik innerhalb des Jazz oder des Swing. Ich finde die Entwicklung, dass Sender nur die Sinfonieorchester erhalten und die Bands entlassen, überhaupt nicht gut. Wobei ich ein gespaltenes Verhältnis habe, weil ich nicht viel von angestellten Bands halte, die werden nach und nach etwas müde. Aber es könnte doch Sender geben, die für zwei Jahre eine Band engagieren und danach vielleicht eine andere, eine jüngere. Aber es passiert überhaupt nichts und das ist mir unverständlich.

SWINGING HAMBURG: Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus?

Paul Kuhn: Es gibt wahnsinnig viele junge, begabte Musiker. Es gibt so viele gute Bands, beispielsweise die vielen Landes- und Bundesjugendorchester.

SWINGING HAMBURG: 50 Jahre SWR-Big-Band. Was wünschen Sie ihr?

Paul Kuhn: Das sie um Gottes Willen erhalten bleibt und viele Auftritte macht. Ich glaube, dass Manager Ulrich de Veer den richtigen Weg eingeschlagen hat, das Orchester in die Öffentlichkeit zu bringen - der Erfolg spricht Bände. Wenn man diese Band entlassen oder ihr keinen Vertrag mehr geben würde – das wäre eine Schande.

(2002-03-04)

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