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Swing - Das Tanzerlebnis damals und heute

Swing ist alterslos

Let's Dance hieß 1935 eine wöchentlich über den Äther geschickte Sendereihe amerikanischer Radiostationen, in der The King Of Swing - Benny Goodman - brillierte. Wenn dieser begnadete Musiker in seiner Band die Klarinette ansetzte, waren die Fans im siebten Himmel. Dann zuckte das Tanzbein, dann ging's rund in den großen Ballrooms und kleinen Clubs.

SwingtanzUnd es dauerte nicht lange, da hatte der Swing mit fröhlichem Bigband-Sound seinen Siegeszug angetreten. Millionen Menschen waren vom Swing-Virus befallen. Denn neben Benny Goodman brachten auch Count Basie, Duke Ellington und viele andere Protagonisten dieser Musik den Swing unters Volk.

So war es nur eine Frage von Monaten, bis auch Deutschland swingte - akustisch und auf dem Tanzparkett. Gebremst und schließlich verboten zwar von den braunen Machthabern, die den Swing als 'Negermusik' denunzierten (siehe auch: Swing Kids). Doch das dauerte nur ein paar Jahre. Eine solche Musik läßt sich schließlich nicht auslöschen. Sie überlebt selbst 'tausendjährige Reiche'. Und kaum waren die Alliierten 1945 in Deutschland einmarschiert, war der Swing wieder da. Gespielt von den Bigbands jener Jahre, die sich an den amerikanischen Vorbildern orientierten und damit einen Bombenerfolg hatten.

Ein altersloser Evergreen. Denn inzwischen feiert Swing ein Comeback ohnegleichen. Ungeachtet Hip Hop, Rap und der Dance-Floor-Szene. Und in den USA gibt es zwischen Seattle und Atlanta keine Metropole mehr ohne Swing-Set und -Club. Viele sprechen von einer Swing-Renaissance. Doch im Grunde ist es viel mehr. "Die Swing-Bewegung passt in das Klima, in dem wir leben. Sie ist eine sorgenfreie Grundeinstellung", sagt der Musikexperte Michael Tierney. Das Swing-Fieber ist also nicht nur Musik, sondern auch Lifestyle.

Wer Swing tanzt, erlebt Harmonie und Lebensfreude. Also genau das, was wir alle im Zeitalter der seelen- und gefühllosen Datenautobahnen und Informationstechnologien so dringend brauchen. Die multimediale Umklammerung raubt immer mehr Menschen den Atem. Beim Swing bekommen sie wieder Luft. Diese Musik befreit die vernetzte Seele - und jeder spürt es von der Haarspitze bis zu den Zehen.

In den Tanzschulen des ADTV gehört also der Swing zu den beliebtesten Tänzen. Und zwar nicht nur bei der älteren Generation. Das Massenphänomen der 30-er und 40-er Jahre feiert Wiederauferstehung. Und es erfasst alle - Jung und Alt. Swing ist alterslos.

(1999-12-20)

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