Swinging Hamburg


Aktuelles
Jazz-Forum
Terminsuche
Swinging Hamburg e.V.
Clubs etc.
Jazzband-Lexikon
Musiker-Lexikon
Jazz-Lexika
Jazz-CDs
Jazz-Links
Geschichte
Kontakt


Riesenerfolg der European Jazz Giants am 2. März 2000

Musikhalle

Wer sich als Interpret der Musik von Mozart (1719 bis 1787) und Beethoven (1770 bis 1827) widmet, wer die Klassik nach Original-Partituren spielt, wird durch die Reproduzierung jahrhundertealter Klänge und deren Vermittlung in unsere Zeit - sofern er das dafür notwenige musikantische Können hat - allgemein hochgeschätzt und Künstler genannt. Und das durchaus ja nicht zu Unrecht.

Wer Konzerte mit klassischer Musik besucht, CDs mit der neuesten, der 87. Einspielung von Schuberts Forellenquintett (1819) besitzt und sie sich anhört, der gilt durchweg als geschmackssicherer und kluger Musikfreund, manchmal als Experte sogar.

Wenn allerdings sich ein Trompeter dem Spiel eines Genies und Musik-Erneuerers wie Louis Armstrong (1901 bis 1971) nähert, jemand am Piano improvisiert wie Teddy Wilson (1912 bis 1986) oder die Klarinette in der Technik von Benny Goodman (1909 bis 1986) beherrscht, wird er seltsamerweise als Epigone bezeichnet. Und das wäre laut Duden ein "unschöpferischer, unbedeutender Nachfolger bedeutender Vorgänger, Nachahmer ohne eigene Ideen". Partituren, vor 60 Jahren für die weltbesten Musiker ihrer Zeit von Arrangeuren geschrieben wie Fletcher Henderson (1897 bis 1952), Sy Oliver (1910 bis 1988) oder Eddie Sauter (1914 bis 1981), die in der Jazz-Literatur korrekt als genial bezeichnet werden, gelten heute gespielt, als überholte Tanzmusik, wer was auf sich hält, hält fern sich.

So gehen vorgebliche Jazzkenner, durchweg wortgewandte Theoretiker oder auch verhinderte Musiker, hierzulande mit einer Musik um, die wie wohl keine andere Kunst zuvor oder später das vergangene Jahrhundert geprägt hat. Ausgesprochene Feinde des Jazz könnten wohl kaum geschickter argumentieren.

Sie, der sie sich nun auf ein Jazz-Konzert freuen, haben sich von Floskeln nicht beeinflussen lassen, haben sich Ihre Liebe zum echten Jazz, gewachsen in vielen Jahren des Hörens und Vergleichens, nicht nehmen lassen und/oder haben den künstlerischen Wert des leichtfüßig swingenden Mainstream-Jazz mit seinen Wurzeln im Traditionellen schätzen gelernt. So können Sie diese Stunden nun in ganz besonderer Weise genießen.

Und für einen in dieser Hinsicht zuhörenswerten Abend sorgten am 2. März 2000 wieder Peter 'Banjo' Meyer und die European Jazz Giants in der Musikhalle Hamburg. Und das waren diesmal - in alphabetischer Reihenfolge: Patrick Artero (trumpet), Andy Cooper (clarinet), Lillian Boutté (vocal), Christian Hopkins (piano), Ole 'Fessor' Lindgreen (trombone), Peter 'Banjo' Meyer (banjo), Alan 'Sticky' Wickett (drums) und als 'Special Guest' der zehnjährige Paul Schreiter (saxophone).

(2000-03-10)

Informationen und Fotos von Jazzbands und Jazzmusikern findet Ihr im
Bandlexikon und im Musikerlexikon

zurück

Webseitenprogrammierung: 1a im Internet
Redaktionssystem-Programmierung: Bischoff GRAF!K-DES!GN


© 1999-2012  SWINGING HAMBURG     Ein Service vom  LOKAL-ANZEIGER VERLAG