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Wurzeln des Jazz

Jazzgeschichte

Seinen Anfang nahm der Jazz etwa im 17. Jahrhundert. Durch den Sklavenhandel vermischten sich die afrikanische und euro-amerikanische Kultur. So hat der Jazz seine Wurzeln in den unterschiedlichsten Musikrichtungen. Die beiden wichtigsten sind wohl verschiedene Arten der afro-amerikanischer Musik wie Blues, Gospels und Spirituals, besonders aber der Ragtime und und die europäischen Elemente der US-amerikanischen Marschmusik (Marching Band), und Tanzmusik wie der Cakewalk.

Man kann den Jazz als Musik unseres Jahrhunderts bezeichnen. Mit Ausnahme der 12-Ton-Musik, ist Jazz die einzige Musik, aus der sich alle weiteren Musikstile, wie beispielsweise der Rock'n'Roll mit Ausnahme des Reggae entwickelt haben.

Den Jazz kennzeichnen folgende Merkmale:

a.) Hauptmerkmal des Jazz ist der Rhythmus, die Takt-Sprache der Musik, die Improvisation. Die Grundlage bilden sogenannte Themata, das heißt selbst arrangierte, individuelle Einleitungsteile, mit denen dann improvisiert wird sowohl als Solo oder von allen Musikern.

b.) Der Rhythmus lebt vom Gegeneinander des durchgängigen Beats und unregelmäßigen kleinsten Verschiebungen der Betonung, sogenannten Off-Beats.

c.) Typisch sind die Tonschwankungen zwischen kleinem und großem Intervall, dem sogenannten Blue Note. Diese Vielfalt der Variationen ist auf Notenpapier so gut wie nicht festzuhalten. Deswegen fiel nicht zuletzt die Erfindung der Schallplatte mit dem Beginn der Verbreitung des Jazz zusammen.

Der Jazz lebt von der Improvisation, was die individuelle Auslegung des Themas durch den Interpreten meint. So hängt die Wirkung eines Jazz-Titels wesentlich davon ab, wie gut die Musiker sind, das heißt wie phantasievoll sie improvisieren können. So sind die Instrumentierung, bei der auch die Stimme als Instrument gilt, die Akzentuierung, die Phrasierung und der Sound die wichtigen Elemente.

Die Musiker haben völlige Freiheit in der Wahl von Besetzung, Tempo, Tonart und auch Stilart, so verschmelzen oft die unterschiedlichen Stile des Jazz innerhalb eines Musiktücks. So wird Jazz gespielt als Solo, mit kleiner Besetzung als Trio, Quartett, Quintett, Sextett, Combo oder Band und mit großer Besetzung als Big-Band.

Im Jazz gibt es keine Doppelbesetzungen, und selbst wenn es mehrere Trompeten und Posaunen - wie bei der Big Band - gibt, ist jeder Jazzmusiker ein Solist. Teamwork ist angesagt, aber nur als Solist kann der Musiker sein Musikgefühl zur Entfaltung bringen, das beim Jazz vom Publikum begeistert gefeiert wird. Bei keiner anderen Musik genießt der Interpret diese Freiheiten.

Der Bandleader kann mit jedem beliebigen Instrument das Ensemble leiten, da es keine Rangordnung für Instrumente gibt. Kennzeichnend für die Jazzmusik sind: Verwendung zu kleiner Terzen und Septimen im Rahmen der üblichen Tonleitern. Der Klang wird durch Banjo, Bläser und Schlagzeug bestimmt.

Das Spielen von Balladen gilt als schwerste Aufgabe für die Solisten. Von den zwanziger Jahren bis heute wurden auch viele Schlager von den Jazzmusikern aufgenommen und durch neue Interpretation und teilweise auch Improvisation der Melodie verändert.

(2001-01-01)

Informationen und Fotos von Jazzbands und Jazzmusikern findet Ihr im
Bandlexikon und im Musikerlexikon

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