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Lindy Hop

Jazztanz

Der Hop hatte seine Geburtsstunde in den 20-er Jahren. Er wurde prinzipiell nach Swingmusik getanzt in einem schnellen Doppelschritt (8 To The Bar). Lindy wurde dem Hop erst 1927 im New Yorker Savoy Ballroom vom legendären Tänzer George 'Shorty' Snowden dem Hop hinzugefügt. Als er auf einem Marathon-Tanzturnier einige neue Schrittvariation zeigte, bei der er sich von der Tanzpartnerin löste und jeder eigene Schrittvarianten tanzte, wollten begeisterte Reporter den Namen des Tanzes wissen. Da eine Schlagzeile bezugnehmend auf Charles Lindberghs erste Atlantik-Überquerung in diesen Tagen die Zeitungen beherrschte: 'Lucky Lindy Hops The Atlantic!', antwortete Snowden impulsiv: Lindy Hop! Der Name war geboren!

Lindy HopDas Savoy besaß eine Tanzfläche für bis zu 4.000 Personen und beschäftigte gleich zwei Big Bands - eine an jedem Ende der Tanzfläche. Außerdem wurden wöchentlich Tanzwettbwerbe durchgeführt und die besten Tänzer wurden bei den Whitey's Lindy Hoppers unter Vertrag genommen.

Swing-/Lindy- und Jitterbug-Dancing, wie auch die Swing-Musik wurden bis Mitte der 30er Jahre von Charleston, traditionellen westafrikanischen, aber auch von europäischen Tänzen geprägt. So war Lindy Hop nicht nur auf Paartanz beschränkt, sondern brachte auch individuelle Soli und Linientanz hervor. Zwei weitere Tanzstile wurden unterschieden: Dean Collin's Hollywood Style und Frankie Manning's Savoy Style.

Der Lindy Hop besitzt viel vom Charleston, Jazz und Stepptanz, aber auch Ballet und sogar komplexe Bewegungen vom Wiener Walzer. Erst im Laufe der 30er Jahre interessierte sich auch die weisse Bevölkerungsschicht für den begeisternden und energiegeladenen Tanzstil. Sie bezeichneten diesen Tanz aber mehr mals als Jitterbug (jittery=nervös), der bis in die späten 1950er getanzt wurde.

1943 charaktisierte das Life Magazine Lindy Hop als 'Amerikas nationalen Volkstanz'. Als der Tanz sich dann von Harlem über ganz Amerika ausbreitete, mutatierte er in Variationen, die bis heute überlebt haben, wie Jive, Bop, Shag, Balboa, und Imperial.

In Deutschland wurde in den 30-er Jahren zur damals verbotenen Swingmusik Foxtrott getanzt. Gegen Mitte der 40-er Jahre wurden dann wieder auf Swing- und Rhythm & Blues-Musik, Boogie Woogie, Jitterbug, Jive und Lindy Hop getanzt. Die Faszination, die von der Swingmusik ausgeht, und die Möglichkeiten der Improvisation beim Tanzen haben den Lindy Hop in der heutigen Zeit mit der Swingwelle wieder nach oben gespült.

(2001-01-01)

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