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Mein Weg zum Jazz (Teil 24) - Heinrich hat wieder Lust zum Skiffle

Heinrich Winckelmann

Es muß im ersten oder zweiten Jahr der 80er Jahre gewesen sein, als ich auf Anzeige in der Hamburger Morgenpost reagierte. In dieser wurde nicht sehr spezifisch ein Tubist für Skiffle oder ähnliches gesucht Es meldete sich Jörn Miscke aus Bleckede. Zu meiner großen Überraschung stieß ich beim ersten Zusammentreffen auf Horst Sporleder, meinen Skiffle-Freund aus den Endjahren der 50er Jahre.

Wir trafen uns zum ersten Meeting in seinem Büro in der Kaiser-Wilhelm-Straße. Dort residierte er als stellvertretender Leiter einer Jugendbehörde, die für Süchte etc. zuständig war. Horst hatte nach Jahren der Seefahrt noch einmal Sozialpädagogik studiert. Die Anzeige hatte jedoch der als Sozialpädagoge und Sonderschullehrer tätige Pianospieler Jörn Mischke - ein Freund von Horst - aufgegeben.

Und wieder ging es zur Sache - die Storyville Piano-Band wurde gegründet. Zuerst versuchte sich noch ein liebenswerter Kollege von Jörn namens Uli an der Klarinette - seine Begabung hielt sich jedoch in den äußersten Grenzen, so daß sich seine Mitwirkung darauf beschränkte, uns seine elektronischen Service-Dienste zur Verfügung zu stellen. Wir übten fleißig und regelmäßig in Jörns Sonderschule in Jenfeld. Ich spielte Gitarre und Banjo. Später kam an Cello und Flöte Albrecht Bodemeyer hinzu.

Am Waschbrett probierten wir die verschiedensten Freunde und Kollegen aus - deren Talente sich jedoch meistens als recht begrenzt erwiesen. Zur Verzweiflung brachte uns Freund Horst Sporleder immer wieder, weil Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nun gar nicht seine Sache waren. Er tischte uns für sein Zuspätkommen immer der erfinderischsten und auch merkwürdigsten Ausreden auf. Der abgefallene Scheibenwischer vom Auto war noch eine der wenigere einfallsreichen Ausreden für sein Zuspätkommen.

Wir hatten die verschiedensten Auftritte - auch im Umkreis von Jörns Wohnort Bleckede. Unseren Übungsspätnachmittag verlegten wir teilweise in das Studentenwohnheim von Albrecht nach Hamburg-Winterhude - in der unmittelbaren Nähe von Kampnagel. Albrecht begann auch auf dem 5-String-Banjo zu üben. Ich besorgte uns einen regelmäßigen Sonntagabendauftritt in dem kleinen Szene-Lokal Müller-Lüdenscheid in Hamburg-Eppendorf. Hier spielten wir jeweils eine ganze Reihe von Abenden mit gutem Erfolg.

Unser Programm hatte sich über den reinen Skiffle auch auf jazzige Stücke ausgeweitet. Hinzu kamen schöne, schmalzige alte Tangos, die Jörn zuerst einbrachte. Am Waschbrett probierten wir einen von Horsts Söhnen aus. Trotz einigen Talentes ging das gruppendynamisch nicht gut - Ole wurde durch Klaus Neumeister am Waschbrett ersetzt. Die Gruppe nannte sich auf mein Betreiben dann eine Zeit Hot Skiffle Society. Horst Sporleder verließ uns, auch weil wir wohl seinen Sohn nicht mehr bei uns weiterspielen lassen wollten. Dieser paßte - nicht zuletzt auch wegen des Alters - irgendwie nicht zu uns.

(1998-12-24)

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