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Mein Weg zum Jazz (Teil 15) - Großer Jazzerfolg beim Hof-Fest der Holsten-Brauerei

Heinrich Winckelmann

Die die musikalischen Mucken für meine Band riß ich auf. So trieb ich meine Jazz-Germanen einmal zum Riesen-Hoffest der Holstenbrauerei nach Altona, wo wir - zwar uneingeladen - schnell wegen großen Erfolges von der Firmenleitung entdeckt wurden und nunmehr im allerhöchsten Auftrag von der Rampe herunter spielten. Diese Mucke hatte das Engagement beim großen Senatsbockbier-Anstich im Curio-Haus zur Folge, wo wir im Rahmen einer größeren abendlichen Show-Veranstaltung von der Saalempore herunterjazzten.

Zwei Dinge sind mir von dieser Veranstaltung noch in Erinnerung, erstens der Schlagersänger Bully Buhlan, mit dem wir im gleichen Programm auftraten und die Tatsache, daß sich seit dieser Mucke jahrelang ein hotelsilbernes Besteck mit der Gravur "Curio-Haus" in meinem Besitz befand. Das nahm ich mit, weil wir - auf der separaten Empore thronend - nicht wie alle anderen Gäste einen Bockbierhumpen mit nach Hause nehmen konnten. Als wir zum Veranstaltungsschluß herunter kamen, waren alle Humpen fort, nur Bestecke nicht. Da griff ich wohl zur ausgleichenden Gerechtigkeit zu.

Carlos Jazz Germanen wurden für die damaligen Zeiten richtig gut, wir spielten recht häufig, bis hin zu den großen Kostümfesten im Winterhuder Fährhaus, Curio-Haus, Uni Mensa etc. Die Gruppe war inzwischen angewachsen. Auf dem Altsaxophon kam Tim Schröder hinzu, Carlo Kielhorn schied aus, Wolfgang Becker trat an der Klarinette ein, am 1. Kornett kam Jo Hüttmann hinzu, nachdem wir eine Zeit mit Bernd Schuchardt am Kornett gespielt hatten. Schlagzeuger war Jürgen Böhmert, Posaune spielte Klaus Michaelis.

Später als sich mein Verlassen von Hamburg aus beruflichen Gründen nach Dätzingen bei Stuttgart abzeichnete, kam Horst Pantel für mich als Ersatzmann am Tenor-Banjo hinzu. Eine kleine Zeitlang spielten wir mit zwei Banjos, dann mußte ich aufhören. Die Band hatte auch einen Roady, Maskottchen oder Bandfreund, und zwar einen Freund von Egar Voigt namens Paul Osowski, dieser fiel durch Begeisterung, versaute Witze und gelegentliches Waschbrett-Bearbeiten auf.

Der Übungsraum hatte sich inzwischen geändert, durch Beziehungen bekamen wir den Schlüssel zu einem privaten Jazzclub in einer alten Keksfabrik in der Wandsbeker Königsstraße. Ein altes Foto zeigt uns auf der Rampe vor dem Club, in malerischen Posituren alter Jazzgrößen der 20-er Jahre.

(1998-12-24)

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