Terje Rypdal & Ketil Bjørnstad
Zeitgenössicher Jazz aus Norwegen

Kaum ein Jazzinteressierter hat sie nicht im Plattenschrank stehen, jene graumelierte ECM-Platte mit den unendlich weiten Gitarrenlandschaften des Terje Rypdal. Für den Jazz Norwegens war der 1947 Geborene neben Jan Garbarek Prophet und Keimzelle einer ganzen ästhetischen Richtung. Mit Rockmusik hatte Rypdal begonnen, sich dann den Jazz erschlossen und seit Ende der 80-er Jahre verstärkt klassischer Musik zugewandt.

Sein fünf Jahre jüngerer Duopartner Ketil Bjørnstad begann genau andersherum, als Solist 1969 in einem Klavierkonzert mit den Osloer Philharmonikern. Im selben Jahr hörte er Miles Davis’ Platte In A Silent Way, und fortan war es musikalisch um ihn geschehen. Bjørnstad lebt auf einer kleinen Insel, und seit er 1983 mit seinem ersten von mittlerweile fünf Soloalben herauskam, taucht darin immer wieder das Element Wasser auf.

Wo Rypdal sich gen Himmel schwingt und Bjørnstad aus der Tiefe dringt, da, wo sich Horizont und Wasserfläche im Dunst begegnen, treffen sich auch diese beiden Meister der impressionistisch-elegischen Klanggestaltung.

BESETZUNG:
Terje Rypdal (guitar)
Ketil Bjørnstad (piano)

2002-05-23

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