Orth, Ulli
alto saxophone, flute, leader

Ulli Orth, geboren in Deutschland, erhielt seine Ausbildung in Hannover und Hamburg, studierte Saxophon bei Joe Viera, Wolfgang Engstfeld, Herb Geller und Vincent Herring. Seither war er auf zahlreichen Festivals zu hören wie den Tagen der Neuen Musik in Donaueschingen, auf den Leverkusener Jazztagen oder beim Mannheimer Jazzfestival in den Ensembles von Ekkehard Jost und Herbert Hellhund.

Er hat u.a. mit Albert Mangelsdorff, Ralph Hübner und Dieter Glawischnig zusammengearbeitet. In seinen eigenen Formationen geht es ihm "durchaus im Sinne eines Crossover" immer wieder "um eine Rückbesinnung auf die europäische Musiktradition". Für sein aktuelles Projekt unternahm der "kreative Klangspieler", wie ihn die Hannoversche Allgemeine Zeitung einmal nannte, deshalb eine musikalische Zeitreise, die weit zurückführt in die Geschichte europäischer Instrumentalmusik, bis in das Jahr 1612.

Unter der Überschrift "Praehistorius Jazz" hat Ulli Orth eine Reihe barocker Tänze bearbeitet, die aus der Feder eines Altmeisters der evangelischen Kirchenmusik stammen, Michael Praetorius.

Bei der Bearbeitung der Werke von Praetorius bediente sich Orth freimütig im Fundus der Moderne. Zu hören sind Anklänge an Bop und Free Jazz, ebenso wie an die Popmusik der 60-er und 70-er. Seine Oktett-Formation Ulli Orth's Quintessence", mit der er seit Jahren zusammen arbeitet und für die er auch dieses Programm arrangiert hat, bildet mit der Beweglichkeit einer Combo und den Klangmöglichkeiten einer Big Band ein ideales Vehikel für die ungewöhnliche Liaison aus siebzehntem und zwanzigstem Jahrhundert. Garantiert ist in jedem Fall ein spannender musikalischer Trip, der über alle Stilgrenzen hinweg führt, in eine abenteuerliche Welt fremd vertrauter Höreindrücke.

BANDS:
Ulli Orth's Quintessence
Lars Kuklinski Quartett

2001-01-01

Sponsored by jazz-band.de und Swinging Hamburg