Johnson, Budd (1910-1984)
clarinet, alto saxophone, composer, leader

Albert J. Johnson, genannt 'Budd', geboren am 14.12.1910 in Dallas, Texas (USA), gestorben am 20.10.1984, tourte 1924 als Drummer und stieg zwei Jahre später auf Saxophon um. 1927 arbeitete er bei der George E. Lee Combo in Chicago. Danach gründete er seine eigene Combo mit Teddy Wilson, bis sie sich 1933 Louis Armstrong anschlossen. Von 1939 bis 1942 spielte Budd Johnson hin und wieder beim Earl Hines Orchestra. Seine Rolle für den Bop ist ziemlich einmalig.

In den 1940-ern waren fünf Big Bands (alle farbig) bei der Entwicklung des neuen Rebop Sound beteiligt. Von 1942 bis 1944 nahmen Earl Hines und Boyd Raeburn den Sound auf, von 1944 bis 1945 die Woody Herman Band und die Billy Eckstine Band und - spät im Jahr 1945 - Dizzy Gillespie. Ein roter Faden zieht sich durch diese vier Bands: Budd Johnson.

Er spielte Saxophon und organisierte 1944 die wirlich erste Bop-Aufnahme für Dizzy Gillespie. Obwohl er heute kaum bekannt ist, war er die zentrale Figur des Rebop. In den 50-er Jahren spielte er bei Cab Calloway und J.C. Heard. 1952 tourte er mit der Snub Mosely's Band durch England. Von 1956 bis 1957 schrieb er für und spielte er mit der Benny Goodman Band, nahm dann ein Engagement beim Waldorf-Astoria Hotel in New York an und tourte mit Benny Goodman durch Asien.

BANDS:
Benny Goodman Band (1956-1957)
Snub Mosely's Band (1952)
Cab Calloway
J.C. Heard
Dizzy Gillespie (1945)
Woody Herman Band (1944-1945)
Billy Eckstine Band (1944-1945)
Earl Hines Orchestra (1932-1942)
Boyd Raeburn (1932-1942)
Louis Armstrong (1933)
Fletcher Henderson Orchestra
George E. Lee Combo (1927)

2001-01-01

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