Grappelli, Stéphane (1908-1997)
violin, piano, saxophone, composer

Stéphane Grappelli, geboren 26.01.1908 in Paris (Frankreich), gestorben 01.12.1997 in Paris, war einer der bedeutendsten Jazzgeiger. Er war Autodidakt in Klavier, Geige und Saxophon, spielte in Pariser Stummfilmkinos, kam durch die Platten seines Vaters zum Jazz und liebte Art Tatum (piano).

Stéphane Grappelli gründete 1934 mit dem legendären Django Reinhardt (guitar) das Quintette du Hot Club de France und hatte damit beispiellosen Erfolg bis zum Tod Reinhardts 1955.

Er kreierte eine europäische Variante des Jazz, den 'Zigeuner-Swing', der unverwechsbare Stil verschmolz den amerikanischen Jazz mit französischer Musik, gab dem französischen Jazz sein Gesicht, ohne Grappelli hätte die Violine im Jazz keinen so großen Erfolg gehabt. Er spielte nach 1953 mit Duke Ellington, Fats Waller, Glenn Miller, Earl Hines, Benny Goodman, Miles Davis, John Lewis und Oscar Peterson, eines der letzten Projekte führte ihn mit dem Pianisten Michel Petrucciani zusammen.

Stéphane Grappelli war vielleicht der größte Jazzgeiger des vergangenen Jahrhunderts; dass er auch ein hervorragender Jazz-Pianist war, wissen nur wenige.

BANDS:
Duke Ellington
Fats Waller
Glenn Miller
Earl Hines
Benny Goodman
Miles Davis
Oscar Peterson
Quintette du Hot Club de France (1934-1955 - Mitbegründer)

2001-01-01

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