Les Haricots Rouges
Jazzen wie Gott in Frankreich

Les Haricots Rouges (sprich: Lee Arico Ruusch, deutsch: Die roten Bohnen), Frankreichs berühmteste Jazz-Gruppe, wurde vor über 30 Jahren gegründet und ist zu Hause bekannter als manche Pop-Gruppe. Sie traten zusammen mit Louis Armstrong auf und eröffneten die Konzerte der Beatles, der Rolling Stones, von Jacquel Brel und George Brassens. Tourneen führten sie rund um den Erdball, wie nach Louisiana, Martinique und Gouadeloupe, von wo die Band originelle musikalische Einflüsse mitbrachte und in ihre "Show" mit einbaute. Auch in Deutschland sind sie seit vielen Jahren ein heißer Tip unter Jazzkennern. In den vergangenen zehn Jahren wurden sie, durch umjubelte Auftritte bei allen großen Jazzfestivals auch einem breiten Publikum bekannt. Auch aus Frankreich flimmern sie gelegentlich via TV in unsere Wohnzimmer, so z.B. in Filmen mit Jean-Paul Belmondo, der ein großer Fan der Band ist.

Les Haricots RougesDie  Roten Bohnen  aus Paris, das ist Frankreichs witzigste und populärste Jazzgruppe. Sie mischen Melodien aus dem alten New Orleans mit temperamentvollen Rhythmen aus der Karibik, sie parodieren und verjazzen Chansons und Schlager ihres Heimatlandes und würzen ihre charmante Show mit kleinen Sketchen und Gags. Les Haricots Rouges sind - in dieser Mischung aus New-Orleans-Jazz und humorigem Entertainment - einzigartig in Europa. - Zum 30-jährigen Bestehen (1994), schrieb der Literat Antoine Blondin über die Band: "Les Haricots Rouges sind weder eine geheime noch eine verschwiegene Gesellschaft. Wenn sie loslegen, machen sie tatsächlich laute Musik, aber diese entfacht eine Hochstimmung, die spüren läßt, daß diese Musiker spielen, wie sie atmen: völlig frei. Die auffälligste Begabung dieser Gruppe ist die große Freude am Spielen. Es ist unmöglich, davon nicht angesteckt zu werden."

"Den Alltag verbringen sie gemeinschaftlich in der Form eines häuslichen Chores, wobei ihnen die Freiheit zum individuellen Solo erhalten bleibt. In ihren musikalischen Kolloquien sind die Stimmen nicht durch die technischen Möglichkeiten der Instrumente limitiert, sondern durch den Charakter der jeweiligen Interpreten. Aber sobald sie zusammen musiziert, wird diese Gemeinschaft, die bislang einem klangerfüllten Kloster glich, zu einer glühenden Kapelle, wo das Kupfer der Blechbläser das Abendrot entfacht, die Saiteninstrumente die Herzen entflammen und man sich am brennenden Holz der Klarinette wärmt. In ihrer Musik kann man die Stimmungen wiedererkennen, die diese Jazzer in Louisiana, Martinique, Guadeloupe und anderen exotischen Plätzen der Welt erlebt haben. Folkloristische und die anderen Stimmungen der Zivilisation springen den Zuhörern in das Gesicht. Die Musik fasziniert durch das ganze Spektrum von Überraschungen, die die Musiker aus ihren Instrumenten holen, wie sie ein Zauberer aus seinem Zylinder holt. - Sie sind Gegner des Grams, weil sie ein phänomenales Gefühl für Freude und Kommunikation haben. Mit Ihrer Musik blasen sie die Trübsal fort und wecken die Lust aus Spaß und Freude."

Soweit die Vorstellung à la française. Aus dem Lande der Genießer kommt damit eine neue Botschaft zu uns: Jazz kann nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen goutiert werden. Les Haricots Rouges zeigen uns dies auf ihre ureigene jazzige und kabarettistische Art und Weise.

BESETZUNG:
Jeannot Dufour (trumpet, vocals), Gérard Tarquin (clarinet, vocals), Christophe Deret (trombone, vocals), Alain 'Mumu' Huguet (bass, sousaphone, vocals), Norbert 'Roro' Congréga (banjo, vocals), Michel Sénamaud (drums, vocals)

2001-01-01

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