Colyer, Ken (1928-1988)
cornet, guitar, leader

Ken Colyer, geboren am 18.04.1928 in Great Yarmouth, Norfolk (GB), gestorben am 08.03.1988 in Frankreich.

Er war einer von Englands führenden Vertretern des Traditional Jazz. 1949 gründete er mit Monty Sunshine (clarinet) zusammen die Crane River Jazz Band, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung des britischen traditionellen Jazz hatte und die er 1951 verließ.

März 1953 gründete er mit Chris Barber und Monty Sunshine eine Band, aus der später Ken Colyer's Jazzmen wurden. Es entstand um Ken Colyer eine Band in der Band, die eine rhythmische Veränderung von Amerikanischer Volksmusik vornahm, die als Skiffle ihren Siegeszug in Europa begann.

Hamburg hat eine anglophile Tradition, und besonders in den 50-er Jahren galt das auch für die Musik. Der Oldtime-Jazz von den britischen Inseln begeisterte die Hamburger so, dass man bald von der "Freien und Barber-Stadt Hamburg" sprach. Chris Barber, Mr. Acker Bilk, Monty Sunshine - sie alle hatten hier eine Art zweites Zuhause. Und Ken Colyer, den man den "Gralshüter des New-Orleans-Jazz" nannte, kam mit seinen Jazzmen Anfang 1955 zum ersten Mal nach Hamburg. Er hatte ein Engagement auf der Reeperbahn, in einer Bar namens New Orleans. Und nicht nur das. Wenige Tage später hatte er eine Einladung zum 4. Studio-Jazzkonzert des Nordwestdeutschen Rundfunks im Studio 10 an der Oberstraße in der Tasche: für Sonnabend, den 19. März 1955. Der Mitschnitt dieses Auftritts liegt wohlverwahrt im Archiv des NDR.

BANDS:
Ken Colyer's Jazzmen (1952)
Christie Brothers Stompers (1951)
Crane River Jazz Band (1949-51) - Mitbegründer

2001-07-01

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