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Callier, Terry (*1945)

vocals, composer

Terry CallierTerry Callier, geboren am 24.05.1945 in Chicago, Michigan (USA), ist als der leise Rebell aus Chicagos Northside bekannt: Unerwartet kam es, das Comeback dieses leisen Rebellen. Dass es kam, verdankt der gebürtige Chicagoer den Engländern und der Acid-Jazz-Szene: in den frühen 90-ern avancierte Callier mit seinen engagierten Botschaften und sanften Sounds zum Darling der Londoner Clubs.

Nach den beiden großartigen Comeback-Alben Alive (2001) und Speak Your Peace (2002) hat Callier bewiesen, dass mit ihm musikalisch zu rechnen ist. Die neuen Platten zeigen den begnadeten Songwriter und Musiker auf der Höhe seines Könnens und auf der Höhe der Zeit; von den Jungen hat er die Grooves gelernt, die engagierten Botschaften hat er beibehalten.

In den 60-er und 70-er Jahren hatte der im berüchtigten Cabrini Green Housing Project in Chicago aufgewachsene Callier (auch Curtis Mayfield und Ramsey Lewis verbrachten in dieser Neighborhood ihre Kindheit) seine Musikerkarriere lanciert und brachte 1962 auf Chess seine erste Single Look At Me Now heraus. Um vier Jahre verspätet und mit geringer Resonanz erschien im turbulenten Jahr 1968 der 1964 aufgenommene Folk-Jazz-Meilenstein The New Folk Sound Of Terry Callier - Chess-Arrangeur Charles Stepney hatte sich kurz nach den Aufnahmen mit den Mastertapes im Koffer nach Amerika Richtung Mexiko abgesetzt. 1972 erschienen die exzellenten Alben Occasional Rain und What Color Is Love auf dem Cadet-Label - Sammlerstücke heute und zwei jener Platten für die Insel.

1979 zog sich der tiefreligiöse Rebell, den John Coltranes A Love Supreme prägte und der später seinen Musikverlag God Is Greater Music nannte, aus dem Musikgeschäft zurück. Die Musikindustrie erlebte eine Krise und Callier entdeckte "das echte Leben": "Ich hatte meine Tochter großzuziehen und wollte ihr eine sichere Umgebung bieten. In dieser Zeit habe ich den Alltag der Arbeitnehmer kennengelernt, die Sorgen um die Familie, die Gesundheit und die Ausbildung für die Kinder. Das ist doch das echte Leben." Neben dem Job als Computerprogrammierer erwarb sich Callier ein Diplom in Soziologie und vermisst heute, wieder regelmäßig "on tour", gelegentlich das alltägliche Einerlei. Terry Callier gastierte wiederholt in der Hamburger Fabrik.

(2002-06-30)

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